Ein Schritt nach dem anderen

Es ist merkwürdig. Ich habe zwar gesagt, ich will erst mal die ersten 50-100 Seiten schreiben, aber ich hab dann doch mit der Kapitel-Planung weitergemacht. ich wollte nicht schon wieder einen guten Anfang schreiben, der später keinen Sinn mehr ergibt, weil ich mit der Kapitel-Planung nicht weitergekommen bin und alles wieder verwerfe nach einer Zeit. Dass ist etwas, worüber ich die ganze Zeit gebrütet habe, nun ist es an der Zeit, ein paar Ergebnisse zu liefern.

Plötzlich erscheint alles Sinn zu ergeben, auch wenn manche Sachen an anderer Stelle erscheinen und in subtil veränderter Art und Weise. Ich fühle so eine Erleichterung heute, mir fehlen jetzt nur noch 10 Kapitel, die noch nicht durchgeplant sind. Es ergibt mehr und mehr Sinn, die Geschichte bekommt endlich ein Gesicht. eine Persönlichkeit. Es ist ein Märchen, aber auch Fantasy, aber auch Science Fiktion, aber auch Drama, aber auch ein Abenteuerroman und trotzdem eine Character-getriebene Außenseiter-Geschichte.

Kann es wirklich all das sein? Ganz ehrlich, das ist mir in diesem Status egal. Ich wäre froh, wenn ich das Ding geschrieben kriege, ganz egal, was es dann ist. Aber eines weiß ich, es soll gut werden. Es soll genauso werden, wie ich es mir zwischendurch immer vorgestellt habe.

Ich entdecke auch, dass man Kapitel auf eine bestimmte Art und Weise aufbauen kann. Innerhalb jedes Kapitels gibt es einen Höhepunkt. Warum in jeder Szene ein Höhepunkt oder Wendepunkt sein soll oder wie man das schafft, habe ich nicht wirklich verstanden, aber die Kapitel haben ganz klar alle einen Kern.

Und plötzlich spielen die Kristalle gar keine Rolle mehr für die Handlung. Nur Veronika spielt noch eine Rolle. Veronika braucht die Kristalle gar nicht, denn sie hat ihre Mutationen, mit denen sie über die Runden kommt, und ihre Freunde. Ich muss aber aufpassen, diese Idee ganz zu verwerfen, denn das Portal öffnet sich nur durch Kristall-Magie  und die Echsen haben ihre ganze Kultur auf diese Macht der Kristalle aufgebaut und auch Pepe Gunnar, Monis Mutter und der merkwürdige Kult sind der Kristall-Magie verfallen.

Doch das alles hat in diesem Teil keinen Platz mehr. Ich stecke das einfach in den nächsten Teil. Denn dann kann John seine Zeitmaschine bauen und in die Vergangenheit fahren, um alles zu verändern.

Ich bin wieder unglaublich fertig, wenn man bedenkt, dass diese Mini-Kapitel-Übersichten gerade mal etwas über 3000 Worte sind. Den Anfang hab ich mit 20 Szenen pro Kapitel so gelassen. Aber den zweiten Akt hab ich geändert. Ich konnte die Szenen immer klar in zwei Sinneinheiten teilen und zwei Kapitel daraus machen. Vorher hatte ich Angst, dass ich es nicht schaffen würde, die Kapitel voll zu kriegen mit Planung und Inhalt. Nun wurde es sogar etwas eng. In Akt 2 fehlen mir noch zwei Kapitel mit jeweils 10 Szenen.

Diese Planung ist keine endgültige. Wenn mir etwas besseres einfällt, werde ich es ändern. Aber nicht mehr heute. Vielleicht schaffe ich diese Woche ja noch den Rest zu planen, obwohl das Ende, wenn John und Veronikas Plot zusammenlaufen, wieder sehr schwierig zu werden scheint. Viele meiner Inspirationen fügen sich sehr gut in die Geschichte ein, obwohl ich sagen muss, dass ich am Anfang noch nicht sehen konnte, wie das Ganze eine Einheit werden sollte. Aber es geht.

Langsam glaube ich daran, dass ich es tatsächlich schaffe, diese Geschichte so zu schreiben, dass sie wirklich gut wird. Und langsam fängt die Sache an, Form anzunehmen und macht wieder richtig Spaß.

So viel Spaß, dass ich wieder anfange, mit ePic Character Generator herum zu experimentieren…

Nein, so stelle ich mir Noonas nicht vor. Was stimmt, ist die Farbe und die Größe, ansonsten sehen sie eher aus wie kleine Menschen und nicht wie Seepferdchen.

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