Immer wieder neu anfangen

So langsam muss ich mit meiner Romanaufgabe mal zu Potte kommen. Normalerweise hätte ich schon lange wieder aufgegeben, nach dem Motto „Ach, die Idee war doch nicht so gut“, aber diesmal geht es ja nicht, weil es eine Aufgabe vom Fernstudium ist.

Aufschieben hat den Vorteil, dass man plötzlich das, was überflüssig ist, besser erkennen kann. Setzt man sich keinen Termin und ist niemand da, der diese Termineinhaltung überprüft, soll heißen, wenn der Termin nicht wichtig genug ist, fällt dieser Effekt weg.

Ich kann sehr viel darum herum schreiben. Das ist auch eine Fähigkeit. Im Moment komme ich viel besser voran, wenn ich einzelne kleine Szenen schreibe, statt mich am großen Ganzen zu versuchen, denn natürlich habe ich schon lange wieder den Überblick verloren.

Jeder Tag, an dem ich nicht an meinem Text arbeite, ist ein Tag, an dem ich mich wie eine Versagerin fühle. Aber manchmal sehe ich auch, was ich schon geschafft habe und das ist viel. Nach der Überarbeitung wäre ich nun ca. bei Kapitel 8. Ein Kapitel kriege ich zwar an einem Tag oder sagen wir mal in zwei Tagen geschrieben, aber trotzdem macht es mir Stress, weil im Moment alles so durcheinander ist. Überarbeiten dauert länger, ist aber notwendig, wenn man gemerkt hat, dass die Struktur sich endlos in die Länge zieht und es nur um die Geschichte herum geht, nicht mitten rein.

Ich habe die Struktur geändert (entschlackt) und das muss ich nun noch umsetzen. Beim Kürzen merke ich dann, dass vom Text nicht mehr viel übrig bleibt, was wirklich interessant zu lesen ist. Im Grunde ist es das alte „Show, don´t tell“, also zeigen, nicht erklären, was mir immer wieder Probleme bereitet. Besonders, wenn es sich um einen längeren Text handelt.

Aber ich gebe nicht auf. Jetzt geht es wieder voll los.

An die Arbeit!