Mentale Konzepte und Gedankenhygiene

Wann komme ich endlich aus der Gedankenschleife heraus? Warum kann ich das nicht auch? Meine Gedanken kontrollieren, so dass ich an nichts Beklagenswertes mehr mental konzipieren muss. Gedankenhygiene betreiben, verzeihen und mich selbst mit Placebo und Spontanheilung wieder gesund machen? Moment mal. Mir fehlt ja eigentlich gar nichts. Der Krebs wurde rausoperiert. Ich hab halt nur Schmerzen. Sonst nichts. Und Schmerzen lassen sich doch gut mit Placebo heilen, oder? Warum funktioniert es bei mir nicht? Obwohl ich schon merke, dass es manchmal besser wird, oder ich es nicht merke, wenn ich abgelenkt bin. Fernsehen, Netflix, Youtube, Lesen, Schreiben oder PC-Spiele spielen. Vielleicht kann ich das einfach nicht zureichend? Hat Pessimismus nicht auch irgendwie seine Berechtigung?

Stichwort Schreiben.

Ich hab gerade wieder Leerlauf, bzw. so stimmt das auch nicht. Ich hab wieder mal einen Artikel geschrieben, diesmal über Placebo, weil mich ein Video inspiriert hat. Je mehr ich über die Welt lerne, desto bescheuerter kommt mir alles vor. Ist es nicht fruchtlos? Ist es nicht verrückt, dass die Menschheit sich selbst auszurotten initiiert durch ihre Kollektive Doofheit? Oder ist das die Ausgeburt des natürlichen Gleichgewichts? Für andere Schreiberlinge passiert gerade der Schreibmarathon. Den wollte ich eigentlich diesmal wieder mitmachen, um den ersten Teil der zweiten Rohfassung zu schreiben. Ich habe mir mental konzipiert, dass ich 100 Seiten auch schon veröffentlichen könnte. Aber im Moment konzentriere ich mich sehr auf meine Schmerzen, warte ab, ob ich vielleicht doch noch sterbe und so. Und ich weiß, ich muss mich mehr bewegen, verdammt.

Wann lacht sich der Selbstlose endlich unter der Brücke tot?

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Naja, ich wollte mich mal wieder melden. Ich bin noch nicht tot. Immerhin.

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