Schreibmarathon Tag 5

Kurzmitteilung

Tag 5. Was soll ich sagen, ich hab es tatsächlich geschafft, mehr zu schreiben, als ich »soll«. Eines dieser Kapitel ist ganz grob gestrickt und bietet unglaublich viel Raum für spätere Überarbeitungen. Sehr, sehr viel Raum. Den Anfang habe ich mir schon zwischendurch vorgenommen, obwohl es zeitraubend ist, während des Schreibens zu überarbeiten, aber man ist auch noch mitten in der Geschichte drin, was ein Vorteil ist. Ich schreibe nun die Kapitelübersicht und den Rohtext gleichzeitig, überarbeite die Kapitelübersicht, wenn ich was im Rohtext verändere und ändere den Rohtext, wenn ich was an der Kapitelübersicht verändere. Das gibt mir zu denken, denn so soll es ja vermutlich nicht sein. Erst der Plan, dann der Text, oder? Aber kann jemand, mit so wenig Erfahrung, den Text schon so so gut durchplanen? Ich will pro Kapitel höchstens eine Seite planen. Sonst wird die Planung am Ende mehr Arbeit, als der eigentliche Text. Es gibt so viele Möglichkeiten, eine Szene zu schreiben. Wann es günstig ist, die Perspektive zu wechseln, wie man anfängt, wie man Spannung oder überhaupt Emotionen reinbringt. Allein die Dialoge! Im Moment schreibe ich nur irgendwas hin, was irgendwie grob zum Plan passt. Der Rohtext ist dann im Grunde genommen der eigentliche Plan für das Endergebnis. Keine Ahnung, ob das richtig ist, aber wenn ich erst die Kapitelübersicht fertigmachen würde, könnte ich den Schreibmarathon nicht mitmachen und würde den kostbaren Motivationsschub verlieren.

Schreibmarathon Tag 4

Kurzmitteilung

Heute ging es mir schon wieder so gut, dass ich eine Weile ohne Brille geschrieben habe. Mit Brille ist es aber leichter. Bevor sich wieder das absolute Chaos in meinen Text einschleicht, habe ich erst mal die Kapitelübersicht überarbeitet. Natürlich zählt das nicht für den Schreibmarathon, das ist klar. Trotzdem war es notwendig. Dann habe ich die vier Kapitel in eine Datei kopiert und angefangen, es ebenfalls zu überarbeiten, eben nach Vorlage der Kapitelübersicht. Zwar hatte ich bisher jeden Tag mein Ziel von 3 1/2 Seiten erreicht, nicht aber die minimal notwendige Wortanzahl für den Schreibmarathon. Vermutlich, weil der Zeilenabstand so groß ist. Wie auch immer. Ich bin jetzt bei knapp 6000 Worten insgesamt, müsste aber schon 7000 Worte haben. Was wirklich zählt am Ende ist, dass ich jeden Tag ein Kapitel schaffe, damit ich später eine Grundlage zum überarbeiten habe. Es ist später aber nicht mehr so viel Arbeit, wenn ich mir, sagen wir mal alle vier Tage, die Sachen nochmal durchlese und ganz locker etwas verbessere, ohne es gleich alles perfekt hinkriegen zu wollen. Es ist jetzt schon halb Neun und ich habe keine Ahnung, ob ich heute noch weiter mache, bis ich die 7000 Worte voll habe. Zeit und Ideen sind da, aber die Konzentration schwindet schon langsam.

Schreibmarathon Tag 3

Kurzmitteilung

Heute ist der dritte Tag des Schreibmarathons und ich komme gut voran. Ich treffe aber auch auf immer mehr Probleme. Hat man schon einen Plan gemacht, kann man halt nicht mehr wild drauflos schreiben. Heute war ich anfangs überhaupt nicht mit dem zufrieden, was ich schrieb, es war total unmotiviert und klang eher wie eine Zusammenfassung von dem, was ich eigentlich schreiben wollte, und hab dann spontan, weil mich alles so nervte, drei ganze Seiten wieder gelöscht. Danach gelang mir etwas, was mehr meinen Vorstellungen entsprach. Aber ich habe Probleme mit der Zeit. Ich wollte den ganzen Text in der Gegenwart schreiben. Vielleicht sollte ich das erst beim überarbeiten entscheiden und dann umändern. Es ist schwer, immer daran zu denken. Außerdem merke ich jetzt auch sehr deutlich, wo mein Plan kleine Schwächen hat. Aber das ist gut und sinnvoll. Es war auch gut, nochmal komplett neu anzufangen, obwohl ich schon so viel zum Anfang geschrieben hatte, da ich jetzt eine sinnvolle Struktur schaffe, in die ich dann später gute Formulierungen und schöne Textpassagen aus den alten Versuchen einbauen kann. Vieles war auch für die Tonne. Schreiben hat viel mit modellieren zu tun. Man nähert sich seiner Idee immer mehr an.

Schreibmarathon Tag 2

Kurzmitteilung

Auch am zweiten Tag des Schreibmarathons habe ich es irgendwie geschafft, mehr als genug Worte zu schreiben. Die Grundsubstanz der ersten beiden Kapitel ist gepflanzt worden. Beim späteren Überarbeiten kann ich mir dann überlegen, wie ich den rohen Text verbessern kann. Ich erkenne aber schon jetzt, dass man viel verbessern können wird. Das zu überarbeiten wird noch einmal harte Arbeit. Ich konzentriere mich jetzt aber erst mal auf die Gegenwart. Also auf den Schreibmarathon und die Kapitelübersicht, an der ich gleichzeitig arbeite. Es muss nicht beim ersten Versuch perfekt sein, kann es gar nicht. Es geht nur erst mal um die grundsätzliche Struktur. Mit Lesebrille geht es auch alles tatsächlich etwas einfacher. Etwas zu planen ist eine Sache. Etwas so zu schreiben, dass es auch wirkt, wie es wirken soll, ist eine andere. Wieder etwas dazugelernt.

Schreibmarathon Tag 1

Kurzmitteilung

Heute war ich vor der Arbeit noch beim Optiker, um mich nach einer Lesebrille zu erkundigen. Lesen und auf den Bildschirm starren, fällt mir immer schwerer. Die ersten Tage muss ich aber noch ohne schaffen. Heute noch kein Wort geschrieben (außer Emails und dies hier). Meine Kapitelübersicht für den Roman ist zwar schon bis Kapitel 8 fertig, aber zum Anfang hab ich schon so viel. Soll ich da wirklich noch mal ganz neu anfangen? Macht man wohl so. Je mehr Text ich habe, desto mehr kann ich später wieder kürzen. Das macht Laune, oder? Egal, ich werde halt schreiben, ohne auf den Bildschirm zu starren. Starre ich halt auf die Tastatur. 3 1/2 Seiten müsste noch zu schaffen sein. Es ist ja erst 17:35 Uhr. Ich muss mir endlich eine Schreibroutine angewöhnen, sonst wird das mit dem zweiten Teil und den anderen Romanen auch nichts mehr. Jedenfalls nicht, bevor ich grauen Star kriege und erblinde. Wäre ja toll, wenn ich jemanden kennen würde, der auch beim Schreibmarathon mitmacht, aber man kann nicht alles haben. Das ist wohl überhaupt das Motto meines Lebens. Ich jammere hier nur herum, um mich vor dem Schreiben zu drücken. Also los jetzt.

Feedback ist so wichtig

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Vorbei sind die Zeiten, wo ich einfach nur so vor mich hingeschrieben habe. Es machte nichts, wenn ich die Sache niemals beendete, da es ja nur für mich war und die Hoffnung, jemals etwas veröffentlichen zu können, war sehr gering. … Weiterlesen

Wirklich schlimm ist das

Kurzmitteilung

Bei meinen Versuchen, einen Roman zu schreiben, gerate ich immer wieder an einen Punkt, an dem alles, was ich bisher geplant hatte, irgendwie nicht zusammen passt. Immer wieder kommen mir gute Ideen, die ich dann aber nicht zusammen in den Text bringen kann. Ich erfinde Orte, die ich dann nicht benutze oder Personen, die zu viele Dinge auf einmal machen, was sich dann im Text unlogisch anfühlen würde. Immer wieder kommt die Situation, wo ich gute Ideen einfach fallen lassen muss, um die Geschichte als Ganzes zu retten. Das finde ich schlimm. Es ist grausam.

Ich kann mir einreden, dass ich alles, was ich nicht in diese Geschichte reinbringe, dann ja in meinen nächsten Romanen einbauen könnte und manchmal passt auch tatsächlich überraschend gut, aber es bleibt die zentrale Frage: Wann soll ich das denn alles schreiben?

Der Vorteil eines Fernstudiums

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Zunächst mal ist es gut, nicht immer alles mit mir selbst ausmachen zu müssen. Ich bekomme neue Ideen, Anregungen zur Verbesserung, bekomme den richtigen Weg gewiesen und muss Aufgaben in einer bestimmten Zeitspanne erledigt haben. Mit dem Fernstudium habe ich … Weiterlesen

Orientierungslos umherirren

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Da ich nun endlich mein Aufschiebeverhalten einigermaßen im Griff habe und jede Woche brav Dinge erledige, muss ich nur noch lernen, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun. Wenn ich zum Beispiel mit meinem Fernstudium nicht so rangeklotzt hätte, würde … Weiterlesen

Alles reine Routine?

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Es ist keine Frage, dass regelmäßiges oder zumindest häufiges Schreiben enorm wichtig ist. So gewinnt man Erfahrung und erhält mehr Ergebnisse. Manche schreiben jeden Tag mindestens 10 Minuten, andere mindestens 1000 Worte. Einige schaffen ganz sicher auch mehr. Ich habe … Weiterlesen

Kommt es auf die Länge an?

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Meine Versuche, mein Aufschiebeverhalten mit einer wöchentlichen Zettelstatistik zu bekämpfen, zeigen Erfolg. Das führte bisher allerdings nicht dazu, eine Schreibroutine für meinen Roman zu entwickeln. Sicher, ich habe mir Gedanken gemacht, zum Beispiel wie ich die Beschreibung des Ortes in … Weiterlesen